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Meine ersten Wochen in UK

August 5, 2008

ICH BIN DAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!

Nun bin ich schon mehr als 2 Wochen hier.

Da wirds echt Zeit, mal wieder einen Eintrag zu machen.

Aber die erste Woche stürmte soviel auf mich zu..

Die Fahrt war schon ein kleines Abenteuer für sich..ich werde nie vergessen, was für ein Hochgefühl das war, als sich die Fähre langsam in Bewegung setzte und die holländische Küste hinter mir zurückblieb.

Dem voran gingen Abschiede:

von Deutschland (nicht so schwer),

von meiner Ex Wohnung ( sehr leicht),

von meinen fast gesamten Besitztümern (nicht ganz so leicht, weil man sich schon fragt, wie kann von einem Leben dann nur eine Handvoll Taschen und ein Koffer voll übrigbleiben? dies aber damit beantwortet, dass es sozusagen “Altlasten” waren, die einem von einem nicht mehr gewollten Leben befreien)

von meinen Freunden und Bekannten ( nicht leicht, aber mit den diversen Möglichkeiten des weiteren Kontakthaltens im Auge machbar)

von meinem Sohn (…… schwer…weil das erstemal halt seit 19 Jahren, dass man sich so extrem trennt, erwachsen sein hin und her..)

und last but not least: von meiner Mum ( auch nicht so leicht, aber machbar…)

Aber dann kam das Adrenalin..auf der Überfahrt war an Schlaf nicht zu denken, obwohl ich echt angenehm überrascht war, wie komfortabel so eine Fähre sein kann.

Die ersten Meter in UK zu fahren, waren—— unbeschreiblich!!

Da kamen mir vor Freude die Tränen,schon verrückt.

Gut, die Fahrt nach Boston gestaltete sich dann als nicht ganz so simpel wie erwartet*loool*, denn sie führte mich durch herrliche Landschaft, aber eben stundenlang durch Dörfer,Dörfer und nochmals Dörfer- und glaubt mir, nach so einer Fahrt möchte man einfach irgendwann keine Dörfer mehr sehen, sondern nur noch ankommen.

Das Linksfahren bereitete mir wenig Probleme, das einzige Prob war bei den ersten Roundabouts (Kreisverkehren) das korrekte Reinfahren, will heissen, bevor man reinfährt nach RECHTS gucken.

Dann das Hiersein-realisiert man zuerst auch nicht. Man ist wirklich DA!! Und das macht man sich nicht sofort klar, also so klar, dass es ins Hirn eindringt.

Ich steh auf am 1. Morgen hier und mir ist zwar klar, wo ich bin , aber dass es so nun immer bleibt, das nicht.

Der vorangegangene Stress hat auch seine Folgen gezeigt..

Als ich an meinem ersten Tag hier dann so durchs Städtchen lief, kam doch einiges zur Ruhe.

Das tat sehr gut, die Atmosphäre aufzunehmen.

Aber richtig gut ging es mir erst, als ich am 2. Tag dann ans Meer fuhr nach Skegness, das wie immer herrlich war.

Dort lebte ich dann richtig auf und es ging mir richtig gut…Sonne, Strand, Meer, quirliges ,englisches Strandbadleben taten ihr übriges..am Abend danach gings mir so gut, als hätte ich meinen Akku gut aufgeladen.

Nach gut einer Woche kam dennoch nochmal ein leichter Durchbruch von erlebtem Stress, der mir bei einem Spaziergang einfach so die Beine weghaute und mich zur nächsten der hier zum Glück reichlich vorhandenen Bänke stürzen liess.

Der erste Kulturschock kam ( obwohl ich es ja kannte, aber es zu sehen, ist doch wieder was anderes) beim einkaufen*lach*- die Unmengen an Regalen, das Angebot, das haute mich erstmal um.

Heute, nach 2 Wochen, geh ich ganz anderes einkaufen, viel selbstverständlicher, lockerer und ich weiss sogar schon teilweise, wo was steht*g*

Gestern hab ich eine Autofahrt durch Dorfstraßen hinter Lincoln gemacht. Das war meine beste Übungsfahrt für englische Straßen-Berge, Täler, Kuppen, abenteuerlich schmale Wege, wahnwitzige Kurven,Brücken, über die nur ein Auto passt, Straßen in der Einflugschneise von Flugzeugen,die so tief über die Wege fliegen, dass Ampeln Rot anzeigen, damit kein Unglück passiert.

Hat einen Riesenspaß gemacht und ich hab sogar einen sehr flott fahrenden Engländer abgehängt*fg*.

Kleine Story am Rande: Als ich letzte Woche abends am Meer war, hatte ich völlig vergessen, dass meine Scheinwerfer vom Auto ja hier falsch blenden..war bisher noch nicht im Dunkeln gefahren. Nun hatte ich aber nix dabei, um die abzukleben, also dachte ich : Augen zu und durch-will heissen, einfach losfahren und die entgegenkommenden Engländer anblenden *schäm*

Ich weiss, dass es verboten ist, aber ich werd es nie wieder tun!! War ja auch eher ein Notfall, weil ich musste ja irgendwie zurück.

Soviel erstmal für jetzt.

Im Moment bin ich dabei, Jobangebote durchzusehen und mich zu bewerben.

Ausserdem natürlich auch Wohnungsangebote vergleichen und erste Besichtigungstermine zu vereinbaren, damit bald wieder ein geregeltes Leben für mich stattfinden kann.

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